Band 
[Theil II.]
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4^4 XI. Nachricht

Urbilde war. Das Blatt wurde endlich unter

ausnehmender Verwunderung der Zuschauer auf-gedeckt. Es erwecket auch noch heut zu Tage,nach mehr als dreyßig Jahren, eben das Erstau-nen der Kenner, welches es den ersten Tag ver-ursachet hat. Die ausgeschnittene Mauer des

Originalgemäldes wurde hernach in einer andernKirche, wo ich nicht irre, in dem Kartheuser-kloster eingemauert.

Betrachtet man also ein solches mosaisches

Kunststück sehr nahe; so scheinet es nach großerMiniakurart hinter einem Glase gemalt zu seyn,weil alles, ohne Verblendung zu verursachen,glän-zet. In einer dem Auge des Beobachters an-ständigen Entfernung aber, oder in der Weite, inder solche Altarblatter ohnedem durch ihre Höhesich befinden, erscheinet alles schön, frisch, saftig,stark und glühend, ja so kunstreich, daß jeder Pin-selstrich des Urbildes seinen Platz verherrlichet,und nirgends eine Zusammenfügung der mosai-schen Glassiückchen wahrgenommen wird.

Mit Erstaunen betrachteten wir in Rom diePortraite des Königs und der Königinn von Por-tugal! im Jahr 17^, welche Bruststücke in ihrerLebensgröße von Peter Btanchi gemalt, undvon Christophans so kunstreich und fein in Mo-saik gesetzt worden, daß man sie mit verführeri-schen Augen für eine wahre unübertreffliche Mi-niaturmalerey ansah.

Was