Xll. Die Architektur.
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seiner Werkstatt vor Augen hatte, nach welchenBouarotti unaufhörlich zeichnete.
Ein jeder wird nun begierig seyn zu wissen,von wem denn Michelagnolo die Architektur ge-lernt habe? Diese Frage beantwortet der zu Flo-renz wegen seiner Würde und Gelehrsamkeit be-rühmte Senator Philipp Bvnarotti, ein Vetterund Erbe des Michelangelischen Kunstschahes, einKenner und großer Beförderer der Künste, wel-cher erst im Jahr 17z; gestorben ist. Diesersehr erfahrne Äntiquarius betheuerte sehr oft, daßer weder in seinem ganzen Palast, noch in seinerschönen Bibliothek weder in gedruckten noch ge-schriebenen Werken, welche vom Michelagnolound seinen Zeiten Meldung thun, keine Spur an-getroffen habe, aus welcher nur zu errathen wäre,wie, wenn, oder von wem Michelagnolo die Ar-chitektur gelernt habe, und dennoch wird von ihmbehauptet, daß er in der Malerey den alten Grie-chen nahe, in der Sculptur ihnen gleich gekommensey, und in der Architektur sie wett übertreffenhabe.
Von allen oben genannten und vielen andernArchitecten weis man nicht, wer ihre Lehrmeistergewesen sind, wie, wenn, und vom wem sie dieKunst, so herrliche Gebäude aufzuführen, und sieauf eine verwunderungswüudige Art zu zieren, ge-lernt haben. Man findet weiter nichts, als werihnen das Malen oder Bildhauen gezeigt habe,
und