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Xll. Die Architectur.
und daß ihre Beschäfftigung eine geraume Zeitnichts anders gewesen sey, als ohne Unterlaß mitanhaltender Aufmerksamkeit der Zeichnungskunstobzuliegen.
Erhellet hieraus nicht, daß das beständigeZeichnen der sicherste, der kürzeste, deutliche, jader einzige Weg sey, zu einem glücklichen Anfan-ge, zu einer ersprießlichen Erfahrung und zu einerso schönen als nützlichen Erfindung eines Archite--cturwerkes und seiner anständigen Verzierung zugelangen? Michelagnolo, der größeste Archi.teer zu seiner Zeit, hat keinen andern Weg betre-ten, ehe und bevor ihm die St. Peterskirche undandre Gebäude anvertraut wurden. Er warzwar nur ein Maler und Bildhauer; allein erwar dabey in der That der wackerste, der gelehr-teste und geschickteste Zeichner.
Man mag sagen, was man will, so ist eseine ausgemachte Wahrheit, daß derjenige, wel-cher in Absicht auf die Architectur kein geschickterZeichner ist, niemals etwas ansehnliches darinnwerde zu Stande bringen können, und daß ihmniemals der Name eines Architekten gebühre.
Dieses ist die Ursache, weswegen ich gesagthabe, daß derjenige, der zwar die Architectur stu-dirc, dieselbe deswegen noch nicht in Ausübungbringen könne. Dieses will so viel sagen, daß die-jenigen, welche zwar dem Zeichnen, Malen undBildhauen obliegen, noch kein Gebäude aufführen,
und