Band 
[Theil II.]
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xm.

Von der Verzierung

auf griechische Art.

(s !a Orectjue)

1er ist keinesweges die Rede von der alten grie-

chischen Baukunst, sondern von der eingeris-fenen neuen Mode verschiedener Zierrachen, dieman scherzweise a la 6r-7cczue nennt, und bereitsanfängt, dieselbe an Gebäuden anzubringen, weildie Liebe zur Neuigkeit und die Sklaverey derMode so mächtig ist, daß man ihr nicht nur be-gierig und blindlings nacheilet, sondern sich auchbemüht, sie immerfort höher zu bringen und zuübertreiben. Was fremde, neu und wunderlichist, muß noch fremder, neuer und wunderlicherwerden. Man macht aus mäßigen Giebelnägyptische Pyramiden, wovon man junge« Künst-lern einige gute Lehren mittheilen kann.

In unserm Jahrhunderte steng ein Goldar-beiter an, in allen seinen Verzierungen die Sym-metrie, die Gleichseitigkeit, oder das Ebenmaaßzu stiehen, und überall eine Unähnlichkeit der Sei-ten zu zeigen. Mein bester Freund, welcherohne Lehrmeister am Zeichnen ein Vergnügen fand,entwarf in seiner Jugend verschiedene Masken-

klei-