Band 
[Theil II.]
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48o Anhang. U. Abhandl. v. Mauergemälden

Man kann damit einen Versuch machen, ich habenichts darwider einzuwenden.

§. >

Sind nun die Farben jede absonderlich mitWasser wohl gerieben und in Ordnung gebracht,mithin auch in ihren Töpfen, Geschirren, oderTiegeln vor allem Unrath verwahrt,- so nimmtman andre größere Geschirre, und fangt die Ver-mischung an; man legt nämlich in drey oder vierTiegel die weiße, und in eben so viel andre dieschwarze Farbe; jedoch nicht in zu großer Menge.Hernach nimmt man eine von andern Erdfarben,z. E. von der gelben, oder hellrothen, vom Azur,blauen, grünen oder andern, welche man einzelnmit der weißen vermischt, die man in Geschirrenausgetheilt hat, solchergestalt, daß man also we-nigstens dreyerley Vermischungen, eine Heller, alsdie andre fertig haben wird. Weil man von derweißen Erdfarbe mehr als von der andern in einGeschirr bringt, so entsteht die Schatkirung stu-fenweise von sich selbst. Eben so verfahrt manmit den Geschirren, worinn die schwarze oder eineandre dunkle Farbe nach Belieben ist. Auf dieseArt findet man nicht nur eine Farbe dunkler undHeller, als die andre, sondern man bringt aus je-der Erdfarbe drey, vier, sechs oder so viel Mi-schungen heraus, als man will, und so viel als dieZeichnung, oder der wohl ausgeführte Carton vorAugen stellt.

Von