Band 
[Theil II.]
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und deutscher Maler. 527

von funfzehen berühmten Malern, hingegen vonhundert und neun und sechzig Bildhauern Mel-dung thut. Plmius kann dieser Rechnung nichtentgegen gesetzt werden, wenn er von hun-dert und drey und dreyßig griechischen Malernspricht. Denn diese sind meistens aus Asien, ausSierlien, aus Großgriechenland und beynahe ausdem ganzen Königreich Neapel. Paustmiasaber schränkt sich nur in den Landern ein, welcheman heute Morea und Achaja nennt; allein auchin diesen konnte er nicht aller Orten durchreisen.

So wenige nun von allen griechischen Schä-tzen nach Rom gekommen seyn mögen; so vielNutzen haben doch die Römer daraus ziehen undsich in den Künsten hervorthun können. Nurein Blick auf solche Gemälde, Statüen, Brust-bilder und Köpfe konnte den Geschma^ der Rö-mer Verbestern; um wie viel mehr Vortheilemußte Rom von griechischen Künstlern selbst er-langen, welche sich nach und nach in Rom zahl-reich einfanden, die Künste pflanzten, ausbreite-ten, und bis zur Vollkommenheit erhoben?Diese Umstände sind der Ursprung des römischenund des übrigen italiänischen Geschmackes, denman mit Recht einen Abkömmling des griechi-schen nennen kann.

Reisen wir nun ein wenig in Deutschlandherum, um auch daselbst unsern Künsten nachzu-spüren; so finden wir mehr als einen deutschenPaustmicks. Wie viele haben nicht die Schatze