Band 
[Theil II.]
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5)o Arih. V. Verdienste alter italiänischer

große und geschickte Männer, denen sie noch ihremVerdienste und Werth ihre huldreiche Hand bo-then. Dadurch blüheten die Künste in Sicher-heit und Ruhe; sie kamen in Ansehn und Hoch-achtung; sie breiteten sich aus, und ihr Ruhmschwang sich durch ganz Europa. Fremde Für-sten wurden auf sie bald aufmerksam, und durchSchuh und Huld lockten sie kleine Pflanzschulenin ihre Länder.

Deutschland hatte damals schon Leute, welche,ohne Rom zu sehen, um die Ehre kämpften, dieRom und Italien in Anfehn brachte. Dürer,Holbein und andre Deutsche genossen die Hülfe,Schuh,. Huld und Ehre der größesten Fürsten,und man ließ ihnen Gerechtigkeit wiederfahren.

Wie ungleich waren hingegen die Mittel, wo-durch die deutschen und italiänischen Künstler sicherhoben ? Wie verschieden trafen sie solche nicht an ?Auf was für eine sich sehr unterscheidende Art be-mühten sie sich in der Nachahmung der Natur,ihrem Genie zu Hülfe zu kommen? Rom stellteden Seinigen die erhabensten Muster in griechi-schen Statüen zur Nachahmung der Natur vorAugen. Deutschland war mit nichts als mit go-thischen Werken versehen, welche dem Anblickeder Künstler gefährlich und unbrauchbar waren.Man entfernte sich dadurch von der schönen Natureben so weit, als griechische Kunststücke derselbennahe kamen.

Die