Band 
[Theil II.]
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5Z4 Anh. Verdienste alter italiänischer

überwindlichen Volkes sah Capua, Carthago undCorinth mit so mißgünstigen Augen an, daß esdiese zwey verheerte, und jenes in das äussersteElend stürzte, damit keines mehr sich wider Romempören könnte. Dieses war aber noch nicht ge-nug. Rom konnte ganz Griechenland, ohneVerdruß, ohne Eise'sucht und ohne Neid nichtansehn; es erkannte den Werth der Künste, diePracht, die Vorzüge und den Ruhm dieses welt-gepriesenen Staates, oder so viel griechischer be-sonderer Staaten. Der Untergang dieser gros-sen Halbinsel wurde zu Rom beschlossen. Grie-chenlano mußte klein werden, und Rom auf des-selben Trümmern sich bevestigen. Alles, wasGriechisch hieß, wurde entweder unterdrückt oderentführt. Die Geschichte überzeuget uns, daßdie Kunststücke zu Corinth in ganze Ströme vonErz, Silber und Gold haben zerfließen müssen,um nur Rom groß zu machen. Kunststücke,Künstler und Künste wanderten auch dahin. Al-les, was zur Verherrlichung dieser Stadt dienenkonnte, wurde dahin gelockt oder geschleppt.

Die griechischen Künste fanden bald ihreVerehrer, Nachahmer und Schüler. Da aberdiese sich an das ewige Nachschildern allein ge-wöhnten, und darzu gleichsam als Sklaven ge-zwungen wurden; so dachten sie selten an das Er-finden. Sie arbeiteten mit Zwange, damit sienur ihren täglichen Unterhalt verdienen möchten.

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