Band 
[Theil II.]
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und deutscher Maler. 5Z5

Es gab noch keine, oder aufs höchste nur schlechterömische Originale.

Augustus, ein Schutzgott der Wissenschaftenund Künste, gab endlich den Römern Anlaß, nachund nach sich mit dem griechischen Geschmack undGenie bekannt zu machen.

So groß auch die Majestät dieses Reichesfast über die ganze Welt war, so klein wurde des.selben Ansehn; die Künste verschwanden eben so,wie die ganze Macht. Die Wuth der wisigothi-schen Barbarey begrub zu Rom die Künste un-ter dem Schutt der prächtigsten Gebäude. Die-ses fürchterliche Volk begegnete den Römern miteben den Bezeugungen, womit die Griechen vonden Römern geehrt wurden. Alles gieng, wiedort, auch hier zu Grunde. Man fand Romnicht mehr in Rom. Unschuldiges, unglückseli-ges Reich der Künste! Sein Verfall war nichtgenug; das Schicksal verheerte es sogar, und such-te seine Vergessenheit zu verewigen.

Das Heiligste unter den Menschen, der Eiferder Religion, die sonst ein Freund der Künste, da-bey aber ein unversöhnlicher Feind des Heyden,thums ist, vollzog endlich zum Leidwesen der Künst-ler die Zerstörung der vortrefflichsten Bildsäulen.Alle Staküen der Götter und Helden wurden alsso viele von Menschenhänden verfertigte Götzen-bilder der Heyden in Staub und Asche verrvan--elt. Hadrians Tempel, der in Schutt verkehrt

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