Band 
[Theil II.]
JPEG-Download
 

Z4;

und deutscher Maler.

che dieses oder jenen Kenners und LiebhabersBeyfall nicht vonnöthen haben. Solche Beob-achter eines Gemäldes bekommen Gelegenheit,Sachen zu bewundern, die sie vormals nicht ge-sehen haben. Deutsche große Männer zu Rom,und Italiäner von Verdiensten in Deutschland,lassen uns über ihren Vorzug ganz unentschlossen.Dergleichen berühmte Künstler sind in allen Thei-len der Welt geehrt. Um ihnen also ihr Rechtwiedersahren zu lassen, so verweise ich den Leserauf ihre Werke, die sie gemeiniglich auf Befehlmit ihren rühmlichen Namen geziert haben. Washilft es zur Aufnahme der Kunst, wenn ich er-zähle, daß Maytens alle Höfe von Deutschlanddurch seine Werke verherrlichet hat>? Was ent-steht daraus, wenn ich zahlreiche Reihen von Ab-bildungen der meisten Fürsten und Herren inDeutschland, ja so gar die ruhmwürdigen Namender Maler und Bildhauer anzeige, welche Deutsch-land so sehr viel Ehre machen. Ich rede vondeutschen großen Künstlern und Künstlerinnen,welche zu Rom, zu Venedig, in Spanien undin England sich Ruhm und Reichthum erwerben.Wenn ich, wie Pausanias, alle unsre großenMänner anmerken sollte; so würden wir zwar ih-ren .Ruhm, aber nicht ihre Werke wahrnehmen;so wenig mir davon bekannt sind, so wenig willich anzeigen, wo man das Vergnügen genießenkann, sie zu sehen. Am kaiserlichen Hofe zuWien prangen große Ordensgeschichte vom Mah-lens, Viele große Landschaften vom Joseph

Rosa;

i