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einmal zu erweisen annahm, war, wie flenun gesehen haben, daß alle die Jesuiten,welche das ketzerschöpferische Portroyal derphilosophischen Sünde beschuldigte, nichtssonst gelehrt haben, als was uns die allge-meine Stimme der Vernunft, der grauestenPhilosophen des ehrwürdigen Alterthums,der unbefangenen Denker aller Jahrhunder-te, der gelehrtesten Vater unsrer Kirche, undaller katholischen Schulen ohne Ausnahmevon jeher zugerufen hat. Nämlich es kön-ne uns eine unerlaubte Handlung zur Schuldund Strafe nicht angerechnet werden, wennwirs aus einem unsträflichen Irrthume nichtwüßten, daß sie unerlaubt ist: was beynaheben so viel heißt, als daß der Jrrrhum,wenn er unsträflich ist, nicht sträflich sey;eine Wahrheit, welche so einleuchtend ist,Laß sie nur durch die unseligen SpaltungenKalvins und Luthers, nur durch die wider-sinnigsten Begriffe vom heydnischen Schik-fale, nur durch die albernsten Deutungender angeerbten Sünde verdunkelt werdenkonnte. Es sey also die philosophische Sün-de in ihrem ganzen Umfange nichts anders,als eine fromme Chikane des beleidigten Port-
royals.