Band 
Vierter Band.
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faßt habe. Eine Sünde aus Unwissenheit istkeine theologische Sünde, denn Gott, alsGesetzgeber, wird dadurch weder verachtet,noch beleidiget: aber auch keine philosophi-sche Sünde; denn man handelt nicht widerdie Vorschrift der Vernunft: und handeltmau dawider, so wäre sie aus eben demGrunde zugleich theologisch; also eigentlichkeine Sünde, sondern nur eine materielleUebertrekung des unerkannten, und eben da-rum nicht verbindenden Gesetzes: Vlkeg lcirenemo odÜZ3tur. Nicht so, Herr Theologe?

Dem Herrn Theologen gesiels nicht zuantworten. Schweigend nahm er sein (Z. ls. IXznrük, hüllte sich in seine Weisheit ein, undsuchte neue Steige, so krumm sie auch seynmöchten, mit Ehren zu entwischen. Män.-hard holte ihm noch eine Menge Instanzenvon tollen, und verrükten Unglüklichen nach,die in ihrer Wuth, oder Wahnsinnigkeit bey.-nah alle Gesetze übertraten, ohne daß es da,rum nur einer vernünftigen Seele beyge.-kommcn wäre, sie einer theologischen, oderphilosophischen Sünde zu beschuldigen. Aberder Theologe hatte auf alles dieß nicht acht,gieng von seinem ganzen Plane ab, und sann

auf