248
Eine verdrießliche Lage, Manhard!
„Warum doch, Herr Oberster? "
Das sehn sie so gut, als ich, Manhard.Beyde beriefen sich auf eine Quelle; nichtwahr?
„Richtig. "
Beyde klagten einander der Fälschung an.
„So geschahs auch."
Wer mag nun Richter seyn, Manhard?
„Das war so schwer nicht, Herr Ober-ster. Die Jesuiten kannten ihre feinen Geg-ner, wußten gar wohl, wie hoch sie überihre Treue bauen könnten, und waren so-gleich bedacht, der giftigen Lüge ihren Tri-umph zu erschweren. Arnauld kam zu spät,Herr Oberster. Man ließ in Dijon des Pro-fessors Schriften sogleich untersuchen, undso legalisirt schikte man sie nach Paris. Dakonnte nun Jedermann, dem daran gelegenwar, mit leiblichen Augen sich der UnschuldMusniers, und der Lüge Arnaulds überzeu-gen. Es kamen sehr viele, mau sah, manlas, man fand gerade das Gegentheil, manstaunte, man zürnte, man spottete der Un-verschämtheit des frömmelnden Arnaulds.Der Ruf verbreitete sich, Arnauld ward be-schämt.
>