Buch 
Joseph Anton Weissenbach Vom Ansehen : das I. Buch, hat man vormals das Ansehen nicht zu hoch getrieben, und was hatte diess für Folgen? : das II. Buch, setzet man izt das Ansehen nicht zu tief herab, und was wird diess für Folgen haben?
Entstehung
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mer mehr Sorgfalt, man dörfte unter dem Mantel der Tradition alle Mißbrauche de- cken; als wenn nicht die Schrift selbst aus dem Grund sich umstoßen ließ; weil sie allen Sekten zum Vorwand gedienet. Wie jene,

welche der Uebergabe mit Ehrfurcht begeg- nen, der Uebereinstimmung aller Värer fol- gen, welche dadurch jeder .Ketzerey den Hals brachen, so folgen die, so selbe verachten, der Uebereinstimmung aller Ketzer, die sich bloß! auf die Schrift beriefen, und mit dem alle

. Irrthümer festgesetzt hatten."

i Von den vätern selbst zu reden, kön^

! nen sie diese noch weniger, als sie die altenSchultheologen, zu deren Zeit diese Schrif-ten noch nicht gedruckt gewesen, gekennet ha-ben. Sie sagen wie Luther: Hundert Augu<stinuffe achte ich nicht! Sie meynen, man sollmehr astf einen aus ihnen, als auf diese alle' Acht haben: und da bey ihnen weder Men-ge , noch Alter was saget, sollte die Neuheit,und Sonderheit desto mehr bedeuten. Sielärmen über wenige Mängel, die sie nur denZeiten, nicht den Personen beymessen soll-ten. Sie sprechen diesen Helden Hohn: ih-re Thaten verdunkeln sie, und wollen sich so-> gar für ihre Richter auswerfen,s Von besondern Lehrern mag ich nichtsmelden. Gewiß ist, daß sie sich von Nie-manden so behandeln ließen, wie sie diesenbegegnen. Da es so leicht wäre, wegen

ihren