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ihre Partey gezogen * * Diese Ausschweifung,wenn sie anders eine solche zu nennen, hat fürmich den Vortheil, daß ich noch am Ende derAbhandlung zeigen kann, auch die schönenWis-senschaften, welche gleich den bildendenKünstengroffentheils in derNachahmung bestehen; hie-mit das Ansehen zu ihrem Grunde legen, lei-den allemal darunter, wenn man damit zu weitgeht, und sich zum Vorurtheil hinreisten läßt.
Beschluß
- dieser ersten Abhandlung.
Wachdem wir gesehen haben, das aus deni GezeuiM.
Misbrauch des Ansehen mehr Schadenerwachse, als man sich bisher eingebildet, fol- S»ra„kenget von selbst, daß wir ihm Schranken zu se- halten,tzen haben. Sogar das Göttliche darfman nicht ausdehnen; weil alles, waszu diesem hinzukömmt, schon nimmer göttlich,sondern etwas pur menschliches ist. Mußman sich aber bey diesem in Acht nehmen, umwieviel mehr beym übrigen? Die Leute mö-gen uns noch so groß vorkommen, sind sie dochMenschen. Wenn sie aber Menschen sind,muß man ihnen nie beylegen, was übermensch-lich ist. Man darf bey ihnen keine Vorzüge
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* Man mag den Daniel Georg Morhofius /Ä-
/. ca/>. 24. a §. 67.nebst andern solchen Kritikern über dieß Geschäfftzu Rath ziehen.
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