Vorrede. XXXIH
! Theilen der Staatswirthschaft ausführlich unterrich-tet werden zu können.
' Die zeitherige Professur der Politik auf Univer-sitäten müßte solchergestalt besetzet werden, daß künf-tige Gesandten und Ministers bey diesem Lehrer dieStaatskunst mit Nutzen hören könnten, und daß sei-ne Lehren den wirklichen Ministern und Staatsleutennicht lächerlich schienen. Der Professor der Chymiemüßte solchergestalt gewahlet werden, daß er zugleichim Stande wäre, die Probier- und Schmelzkunst vor-zutragen, und sich nicht allein mit den Lehren von! der Zubereitung der Arztneyen beschäfftigen, die je-der Apothekerjunge ohne Mühe erlernet. Eben somüßte der Lehrer der Mechanik zugleich im Stande^ ftyn, das Maschinenwesen bey den Bergwerken und- den Bergbau selbst vorzutragen; und der Professorder Naturkunde müßte eine zureichende Kenntnißvon dem Wefen der Erzte und der Fossilien über-haupt an die Hand geben können. Diese sechs Leh-rer, worzu man »wch den Professor der bürgerlichenund Kriegsbaukunst hinzufügen könnte, wenn mangeschickte, erfahrne und vortreffliche Männer erwäh-let, würden eine eigene Facultät ausmachen können,die dem bürgerlichen Leben «»»gemein heilsam seynwürde. Sie würde ein Orakel abgeben, welchesman in vielen Anstalten und Unternehmungen desStaats, worzu man öfters mit großen Kosten ausfremden Landen Leute verschreiben muß, mit unge-meinem Nutzen zu Rathe ziehen könnte.
Was den Vortrag der öconomischen und Ca-meralwissenschaften selbst anbetrifft; so ist zuförderstein Oüetzium kunciamenmle nöthig, worinnen alle
diese