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Johann Heinrich Gottlobs von Justi Staatswirthschaft, oder, Systematische Abhandlung aller oeconommischen und Cameralwissenschaften, die zur Regierung eines Landes erfordert werden
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78 Von den Vertheidigungsmitteln

zum Vortheil gereichen, weil sie einander mit meh»rerm Eifer unterstützen; wie denn auch solche Regi-menter mit verschiedenem Nutzen in ihre Provinz ein-quartiert werden können. Ücbrigens ist es meinesErachtens rathsam, nach dem Beyspiele der Römerstarke Regimenter wenigstens von 4000 Mann zumachen. Dieses ersparet nicht nur in der innerli-chen Wirthschaft bey der Armee ein vieles, sondernist auch den Kriegesunternehmungen vortheilhastig.Ich habe dieses in dem dritten Theile der deutschenMemoires ausführlicher gezeiget; und ich habe nachder Zeit gefunden, daß der Marschall von Sachsenin der Abhandlung von der Infanterie, und anderegroße Kriegeserfahrne eben dieser Meynung gewe-sen sind.

§. 62.

ES ist rath- Wenn aber das Kriegesheer stark, und das LandrumTheilaus nicht besonders volkreich ist; so würde der AckerbauLandeskindera und die Nahrung der Unterthanen freylich allzu vielvesteht. Nachtheil leiden, wenn alle Soldaten aus dem Landegezogen werden wollten. Es ist also in diesem Falleallerdings nöthig, sich der auswärtigen Werbungenzu gebrauchen. Jedoch ist es rathsam, die Einge-bornen gleichfalls mit zu Kriegesdiensten zu ziehen;indem man alsdenn wegen der Treue und Soldatennicht so viel zu besorgen hat, als wenn das Krieges-heer bloß aus Ausländern besteht. Die Meute-reyen, die jedoch heute zu Tage immer seltener wer-den, sind am meisten von ausländischen Soldatenunternommen worden. Hier fragt es sich, was vonder in einigen Ländern eingeführten so genanntenEnrollirung zu halten ist. So viel ist gewiß, daßeine allezeit fertige Vermehrung der Armee, zumalvon geübten Leuten, von großem Nutzen ist, wie dennbey den Römern jeder Bürger zu Felde zu dienenschuldig war. Allein wenn sie dem Lande nichtschädlich seyn soll; so erfordert sie eine sehr weise

Einrich-