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Johann Heinrich Gottlobs von Justi Staatswirthschaft, oder, Systematische Abhandlung aller oeconommischen und Cameralwissenschaften, die zur Regierung eines Landes erfordert werden
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Geld ist inAnsehung derauswärtigenCvmmercieneine bloßeWaare.

i66 Von der Kenntniß

stündlich erheben, oder dadurch an andere vermit-telst des Zu-und Abschreibenö Zahlung thun kön-nen. Diese Art der Banken nennet man Giro oderWechselbanken; und sie sind von den Leihebankenunterschieden, als von welchen wir besser untenhandeln werden.

§. i?7.

Man wird sich vielleicht wundern, warum ichGold und Silber, und nicht vielmehr das Geld alsden vorzüglichen Preiß und das allgemeine Vergü-tungsmittel aller Güter ansehe. Allein ich habeschon oben in einer Anmerkung gezeiget, daß zwardas Gold und Silber, aber nicht das Geld darzunothwendig und allgemein angenommen ist, beson-ders wenn es aufCommercien mit auswärtigen Völ-kern ankömmt. Das Geld ist nur in demjenigenLande, wo es geschlagen ist, als ein allgemeinesVergütungsmittel der Güter anzusehen. Die Aus-wärtigen machen darauf keinen andern Betracht, alsin so ferne der wahre Werth an Gold und Silberdarinnen befindlich ist; und sie wissen es durch denWechselcours, durch das Agio und durch den Preißder Waaren dergestalt einzurichten, daß sie es niehöher annehmen, als sein innerlicher Gehalt beträgt.Das Geld in Absicht auf die Auswärtigen, ist alsoin der That nichts anders, als selbst'eine Waare,die sie bloß nach der Maaße im Tausche annehmenund vergüten, als der Preiß des Goldes und Sil-bers dermalen ist *). Diese bleiben also im Grundelediglich und allein das allgemeine Verqükungömit-tel aller Güter.

Diejenigen Regenten, welche schlecht Geld ausmün-zen lassen, irren sich also sehr, wenn sie glauben, daßsie dadurch etwas gewinnen wollen. Die Auslän-der wissen es durch die hier berührten Mittel derge-stalt