der Commercim. 177
Dieses ist so wohl bey Privatpersonen, als bey denAnstalten des Staats wahr.
§. ! 89 -
Dieser Grundsatz, daß man alles mögliche im Landeselbst zu gewinnen suchen müsse, ist auch bey denFabriken und allen andern Waaren, die sonst indas Land eingegangen sind, anzuwenden. Weilsich aber nicht alles auf einmal zu Stande bringenläßt, so muß man sich die vorhin beschriebenen Ta-bellen (§. 185.) zur Anleitung dienen lassen, wel-che Waaren vorzüglich vor andern angeleget und be-fördert werden sollen. Diejenigen verdienen näm-lich allerdings die erste Vorsorge, die am stärkstenim Lande verbrauchet werden, und wovor die meh-resten Summen außer Landes gehen. Wenn nun einRegent seine Bemühungen mit wirksamen Anstal-ten, wovon unten geredet werden soll, auf die Artanwendet; so ist gar kein Zweifel, daß nicht die indas Land eingehenden Waaren merklich verringertwerden sollten.
§. 190.
Dieses ist aber allein nicht genug ; sondern dieGründung vortheilhastiger Commercien erfordert,daß auch die ausgehenden Landesproducte vermeh-ret und vergrößert werden müssen (§. 184.) Wenndieses mit Bestände geschehen soll: so muß mansolche Landeswaaren zu gewinnen suchen, welche dieAusländer unumgänglich brauchen und nöthig haben.Die weise Vorsehung Gottes, welche die Menschendurch ein geselliges Leben und einen freundschaftli-chen Umgang mit einander verbinden wollen, hatdie Gaben der Natur nie einem einzigen Landezusammen zugewendet; und es ist fast kein Land, soarm und unfruchtbar es auch zu seyn scheint, wel-ches nicht mit Gütern versehen wäre, die in andern
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Der Grund-satz alles mög-liche imLandezu gewinnen,muß sich auchauf Fabrikenund andereWaaren er»strecken.
Zu der Ver-größerung derausgehendenLandespro-ducte dienensolcheWaarenwelche dieAusländernöthig haben.