i?8 Von der Gründung und dem Flore
Landen, entweder gar nicht, oder doch nicht in gnug-samer Menge, zu haben sind. Ein jedes Land bringtalso Waaren hervor, die andere Völker nicht entbeh-ren können, und die folglich bey ihnen Abgang finden.
§. ich.
Deutschland Wenn wir unser Deutschland ins besondere be-^andeswaä^ trachten; so ist es von der gütigen Natur gleichfallsren. mit solchen Gütern versehen worden, die nicht allem--
halben anzutreffen sind. Ich will des Safrans inOesterreich, des WaydeS in Thüringen, der Färber-röthe in Schlesien, und anderer aus dem Ackerbaukommenden Landesproducte nicht erwähnen. Ichwill nur iho die häufigen Landeswaaren zum Bey-spiel aufführen, die uns der Bergbau verschaffet.Denn da sind wir nicht allein mit allen unedlen Me-tallen und Halbmetallen als Kupfer, Zinn, Bley,Eisen, Quecksilber, Spießglas, Zink, Wismuth undArsenik so häufig versehen, daß wir dadurch ein-trägliche Commercien mit den Ausländern treibenkönnen; sondern unser Vitriol, Alaun, und andereBergsalze, unsere Farbencrden, besonders aber derKobold, der fast in allen unsern Gebirgen anzutref-fen ist, und woraus die blaue Farbe oder Schmältezubereitet wird, sind solche Landesproducte, die unsdie Ausländer gar willig abnehmen. Unsere Nach-barn, die Engländer, Holländer, Franzosen, Wel-schen und andere europäische Völker sind mit die-sen Metallen, Bcrgsalzen und Farben theils gar nicht,theils nicht gnugsam versehen. Dennoch sind siedieselben so wohl zu ihrem häuslichen Gebrauchund anderem Geräthe, als zu ihren Fabriken, Ma-nufacturen und Färbereyen unumgänglich benö-thiget, der Nothwendigkeiten, die sie ihren Colo-nien in andern Welttheilen zuführen müssen, zugeschweigen. Wir können also versichert seyn, daß
wir