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Johann Heinrich Gottlobs von Justi Staatswirthschaft, oder, Systematische Abhandlung aller oeconommischen und Cameralwissenschaften, die zur Regierung eines Landes erfordert werden
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Ausgaben istkeine ordent-liche Haus-haltung mög-lich-

Unterscheiddes Geizesund derSpar-samkeit.

Dar Ersparteinust ferner zuVergrößerungdes Vcrmö'gens ange-wendet wer-fen.

406 Von der Vermehrung

mit Bestände und Ordnung geführet und selten Ver«mögen erworben werden. Zwar wenn bloß der Geizalle Anstalten und Maaßregeln der Wirthschaft re-gieret: so gebe ich zu, daß ohne einen solchen Etatdas Vermögen vermehret werden kau». Allein manwird alsdenn auf vielerley Art wider die Pflichten sün-digen , die man sich selbst und seinen Nebenmenschenschuldig ist: denn diese erfordern allerdings in derBestimmung der Ausgaben eine große Aufmerksam-keit ; und hierdurch unterscheidet sich eben der Geizvon der Sparsamkeit. Die Sparsamkeit beobachtetalle Pflichten, die sie sich selbst und andern schuldig ist,und setzet den Wohlstand und den Betracht, denmanvor die vernünftigen Gewohnheiten der Welt habenmuß, nie außer Augen. Der Geiz aber had'voralles dieses nichtdie geringste Aufmerksamkeit; dahevvverlieren dieGeizigen auch die Hochachtung ihrer ver-nünftigen Nebenmenschen, die einem Menschen aller-dings schätzbar seyn soll, und die selbst in die Vermeh-rung unsers Vermögens und die Beförderung unsererGlückseligkeit einen starken Einfluß hat.

§. 448 .

Was nun solchergestalt von den jährlichen Ein-künften ersparet wird, muß zu dem Grunde des Ver-mögens geschlagen und solchergestalt angewendet wer-den, daß es abermals Nutzungen und Einkünfte ab-wirft und zu der fernern Vermehrung des VermögensGelegenheit giebt. Denn wenn man dieses Erspa-rete lediglich in dem Kasten einsperren und unbrauch-bar liegen lassen wollte: so würde man sich selbst Scha-den thun, und zugleich wider die Pflichten gegen dieRepublik handeln, als welche den Gebrauch des Ver-mögens erfordern (§.z8?.)> Dargegen wenn derjährliche Ueberschuß beständig wieder zu der Nutzungdes Vermögens kömmt, besonders in Gewerben, wo

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