Vo» verschie-dene» andernMcerprodu-ctm und deren4iutzu»g
180 iBuch, 2Abth. 2Wschn. z Hauptft.
bemühen die Fische in genügsamer Menge zu fangen,und durch die Trocknung, Räucherung und EinsalzungKaufmannswaaren daraus zu machen. Dieses kannnun am besten durch eine große HandlungS - und Fi-scherei)-Gesellschaft geschehen; und obgleich im An-fange von einer solchen Anstalt wenig Einkünfte zuziehen sind, sondern vielmehr die Unterstützung desRegenten und mithin verschiedener Auswand dabeynöthig ist; so kann eS doch mit der Zeit eine guteQuelle der Einkünfte werden; zu geschweigen, daß da-durch mittelbarer Weise in dem Zusammenhange desNahrungsstandes alle Casten des Regenten Zuflußhaben, und mithin die Einkünfte des Staats ver-mehret werden.
*) Man kann jedoch auch diese oder jene Art von Fischenund Muscheln, die unter die Delikatessen gerechnetwerden, entweder an jemanden verpachten oder einestarke Abgabe darauf legen. Bon dieser Art sindvornehmlich die Austern. Jedoch wenn dergleichenFische und Muscheln stark außer Landes gehen; somuß der Pacht oder die Abgabe mit solcher Beschei-denheit eingerichtet werden, daß dadurch der aus-wärtige Debil nicht gehindert wird. Ein vernünf-tiger Cameralist muß bey dergleichen Fallen unterder Hand zu untersuchen und gründlich zu beurthei-len wissen, was die Pachter oder die Leute, die solcheNahrungsgeschaffce treiben, dabey gewinnen, undnach Maaßqebung desselben muß er zum Vortheileder landesherrlichen Einkünfte seine Maaßregelnnehmen.
§. l;i.
Es giebt noch verschiedene andere Meerproducte,die in solchen Ländern wo Perlen, Corallen, Ambraund dergleichen im Meere gefunden werden, allerdingsvon groster Wichtigkeit sind. Allein in unsern nörd-lichen Gegenden haben wir uns darauf keine Rech-nung zu machen. Es ist zwar zweiftlhaftig, ob derBern - oder Agtstein, der an den Usern der Qstsee in
ver-