Vorrede.
ten liefern konnte. Dieß war auch das beschwer-liche bey meiner Arbeit/ und deswegen bezogich mich auf ihn.
Es nimmt mich sehr Wunder/ daß ich von1454 bis igyy mehr nicht als 86 in Mainzgedruckte Produkte mit der Anzeige des Jahrs,aller Mühe ungeachtet, finden konnte. Die übri-gen sind ohne Anzeige des Jahrs, Orts undDruckers. Dieser leztere Umstand erregt oftmalsdie meisten Konjekturen, und viele Zweifel, undselten wird man etwas darinn mit völligerGewißheit bestimmen können, weil die Charak,lere, besonders in den spätem Jahren, betrügen.Daß in Mainz, gleich zu Anfang der Erfindungder Buchdruckerkunst, viele Bücher, ohne diemindeste Anzeige, erschienen sind, ist nicht zuvermuthen, sondern gewiß vorauszusezen, aberwer entscheidet mir mit völliger Gewißheit für diesoder jenes Werk? Die verschiedenen Meinungenverwirren oft mehr, als sie Licht verbreiten, undbilden ein Chaos, das oft nicht mehr, oft aber mitvieler Mühe und unbeschreiblich genauer Untersu-chung mit Widerlegung anderer Meinung insReine gebracht werden kann. Diesem leidigenUmstand ist die Buchdruckergejchichte ausge-sezt, und schwerlich dürfte je das Zweifelhaftezu seiner völligen Gewißheit kommen. Was HerrBreitkopf zu Leipzig in seiner Buchdruckerge-schichte, wenn sie änderst noch die Hosnung undlanges Warten des Publikums erfüllt und er-scheint, leisten wird, das steht zn ermatten. Ein
langes