Vorrede. .
langes Studium dieser Geschichte, das HerrVrettkopf mit seinem Fleiße und Untersuchungs-geiste verbunden, möchte manches Ungewisse he-ben , wenn nicht zu tief genurzelte Vorurtheileein und das andre wieder verdunkeln, und Schar-ten über lichtvolle Strahlen verbreiten. Niemalsmuß man seinen vorgefaßten Meinungen zu vieltrauen, denn diese, wenn man gerade damit pran-gen und sie durchsezen will, machen sodann Ver-wirrung.
Ich habe auch das Verzeichniß nicht weiterals bis i4g y verfolgt, denn weiter, und so weithinaus, wie Herr Würdtwein gieng, wollt ichmich nicht wagen. Wer es weiß, wie schwer esist, die Bücher zu Anfang des 16 Jahrhundertszu verzeichnen, der wird ohne mein Erinnern über-zeugt seyn, daß man nicht eher Hand daran legendarf, als bis man mit den nothwendigen Quellenversehen ist. Diese hatte ich zwar, aber doch ge-traute ich mir nicht, Hand an die weitere Fortse-zung zu legen. Ueberdiß ist es zu weit einen sol-chen Gegenstand bis 1558 zu verfolgen, und Hr.Würdtwein wird seit dieser Zeit übe-zeugt wor-den seyn, daß er in dieser Periode am meistenmangelhaft war. Dieß konnte auch nicht wohländerst seyn. Denn in diesem Zeitpunkt erschienvieles, das theils verlohnn gieng, theils in uu-benuzten Bibliotheken verborgen liegt. In Main;sollte man sie, ich will nicht sagen alle, doch dieallermeisten finden, und da Hr. Würdtwein ohneZweifel schon lange sammelt» so hatte er die dorti-