6
nen Erblichkeiten anführte: ,, Mit diesem von dem
„ Pabst ertheilten Ablaß hat nach der Hand der Kbnig„ in Cypern seine Botschafter in alle Lander, und also„auch in unser Teutschland ausgesendet. Daß durch„die leucros in den Schriften der mittlern Zeit die„ Türken verstanden werden, ist bekannt. Warum aber„in Erhandlung dieses Ablasses das Frauenzimmer Ca-„thcmna Muthildis mit einem Presbyters gemein-schaftliche Sache gemachet, lasset sich nicht wohl be-„ stimmen. Ware es seine Mutter oder Schwester ge--„ wesen; so würde es angezeigt worden seyn. Eine recht-„ mäßige Ehefrau aber durfte ein Presbyter nicht haben.„Der Brief ist zu Erfurth ausgestellt, welcher Name mit„ der Feder hineingeschrieben ist, gleichwie die Namen der„ beiden Personen und das Datum des Briefs. Ich habe„ was hineingeschrieben worden, mit anderer Schrift aus-„ drucken lassen. Bey dem Anfang sind die zwey Worte„Illniverüs und paulinus mit großem, wie Missalbuch-„staben gedruckt, und auf dem i ist kein Püncktlein, son-„ dern der obere halbe Theil eines Rings oder Cirkels zu„sehen, wie es in den alten Missalbüchern gewöhnlich„war. Uebrigens kommt in dem ganzen Brief kein Un-terscheidungszeichen , als das punLum, vor." DieAblaßbulle selbst hier wieder abdrucken lassen, wird nichtnöthig seyn, da sie beim Schelhvrn schon steht und dortnach ihrem ganzen Inhalt gelesen werden kann. Herrvon Murr führt diesen Ablaßbrief in seiner Beschreibungder Merckwürdigkeiten der Reichsstadt Nürnberg, S. 697und 6yz gleichfalls an, aber in dem Eremplar, das erbeschreibt, steht LI. dLL.I. guinw statt lA.LOOODiüssagt aber in der Anmerkung, daß das Jahr IlliH zuvor-
gedruckt