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Aelteste Buchdruckergeschichte von Mainz : von derselben Erfindung bis auf das Jahr 1499 / verfasst, herausgegeben und mit Anmerkungen erläutert von Georg Wilhelm Zapf ...
Entstehung
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haben, daß jene Bücher gleichfalls mit eben solchenLettern gedruckt worden sind. Dadurch ist auch aufeinmal die Vermuthung des sel. Rath SchöpfilNs ge-hoben, wenn derselbe in seinen Vinäicüs k^po^rsplucisx. 33 äußert, die Epoche der Erfindung der Matrizenfalle zwischen die Jahre 1450 und 1455. Der sel.Schelhorn hat sodann diesen Ablaßbrief dem riesfor«schenken sel. Meermann nach Roterdam geschickt, wel-cher nach einer scharfen Prüfung erkannt, daß er nichtmit geschnizter, sondern mit gegossener Schrift gedrucktsey. S. Riederers nüzliche und angenehme Abhand-lungen aus der Kirchen-Bücher - und Gelehrtengeschichte1. Stück S. 4. Anmerk. (I)

Schelhom hat eben daselbst, wo er eine Beschrei-bung des Psalters von 1457 machte, von dem ich nungleich die weitere Nachricht geben werde, seine Meinung,als wäre nach der glücklichen Erfindung der Matrizender Psalter noch zweimal nicht mit gegossenen, sondernmit geschnizten Buchstaben gedruckt worden, nicht geändert,und die gegossene Buchstaben nicht anerkannt. Daß indiesem Ablaßbrief das Jahr LNDLOdllll. nicht hinein-gcschrieben sondern wirklich gedruckt worden sey, versichertSchelhorn in seinen Ergbzlichkeiten, und sagt nochweiters, die^Lypcn seyen etwas größer als in des Du-xandi Rationale ckivinorurn oAciorurn, und in denopulculis ^uAUÜim, kleiner aber als in der lateinischenBibel von 1462.

Nun will ich noch etwas von der Geschichte diesesAblasbriefes selbst gedenken, hingegen die eigene Wortedes sel» Schelhorns dabey gebrauchen, die er in sei-st 3 «en