12
Hr, o
der heil. Schrift u. s. w. mit eingemischt sind. Das In-vitatorium: Venite, exuiremus Domino: Venite, ser-vile Luovae, sieht gleich zu Anfang, und dann folgenerst die erste zwanzig Psalmen. Nach diesen erscheintdas De Deum iauäamus und hierauf der Y8 und 99Psalm. Dann wiederum der 62 Psalm. Die Litaneialler Heiligen und allerhand Gebete machen endlich denSchluß. Der sel. Pros. Schwarz sagt, daß der ganzeKöder 121 Blatt stark sey, und zeigt zugleich einige Feh-ler in der Zahl derselben an. Schelhvrn zählte 143 Blät-ter, an deren vordem Seite die Zahlen derselben oben inder Mitte mit rother Farbe gedruckt seyen, und zwarbis OXXXVI. da hingegen die sieben folgende Blätterkeine Zahlen hätten. Das, welches Duve bestzt, hatauch nicht mehr als 137 Blätter, welches gleichwohlvon Hemeken für ganz vollständig ausgiebt. Hingegendes von Boze Eremplar als völlig komplet , enthält169 Blatter. Eine ziemlich auffallende Verschiedenheitin diesen vier beschriebenen Eremplarien. Ich stimmedem leztern kompleten Eremplar bey, und halte die an-dern drey für defekt, wie es nicht selten bey solchen altenBüchern, besonders denen, die im Chor, mithin sehroft und täglich, gebraucht, und am Ende zerrissen wer-den, zu geschehen pflegt. Die Blätterzahlen, des Klo-ster Rothischen Exemplars, das Schelhvrn beschrieb,müßen nicht gedruckt, sondern zierlich hineingeschriebenseyn, weil das Bvzische Eremplar keine Zahlen in derHbhe hat, und auch der Kustoden und Signaturen man-gelt. Auch von Heineken in seinen altern Nachrich-ten von Künstlern und Kunstsachen 2 Band S. 29. hatdieses falsche Vorgeben schon bemerkt, und gesagt, daß
die