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nahm donnoch in diesem Jahre die dritte Ausgabe miteben derselben Schrift, aber weit abgenuzter als in je-ner, und in den Farben verändert, und verfertigte sienach dem Muster der ersten. Man trift also die nemli°che Anzahl Zeilen nemlich 20 auf jeder Seite an, undauch jede Zeile hat eben so viele Buchstaben. Diesalles stimmt mit der ersten Ausgabe überein, aber dieEndschrift, wenn man jene mit dieser zusammen halt,ist sehr verschieden. Nach den Worten rubrlcariombuz-yue stehen hier die Worte nc noris, die in der ersten aus-gelassen sind. Nach dem Wort exgrstione liest manhier in nobili civicare IZIogunkina, busiis srtis inuentriceelimatricegus prima wovon die erste ein tiefes Stillschweigenbeobachtet, und für die Worte er aU Lnlebiam 6ei ste-hen hier er acl lauclem clei, ac bonorem lanÄi LcneöiÄi(in der zweyten heißt es tancti sacobi) das Wort Oeri-cus, das in der zweyten vorkommt, ist hier ausgelassen.Peter Schösset, den Faust für tüchtig befand, seineUnternehmungen durch seinen Fleiß und Einsichten zu un-terstüzen, wurde zwischen diesen beeden Ausgaben, nem-lich der zweyten und dieser als dritten, Fausts Tochter-mann, und deßwegen ließ er hier den Titel clericus aus,der aber nicht jederzeit einen Geistlichen, sondern aucheinen Bücherabschreiber bedeutet. In dieser Zeit ist auchdie Buchdruckerkunst in die vornehmsten und beträchtlich-sten Städte Europens gewandert, und Mainz blieb nichtsals die Ehre der Erfindung allein übrig, daß sie die aller-erste war, die sie in Ausübung brachte. Und dieß istauch Ehre genug, dadurch die Herausgabe der Schrif-ten so vieler alter Gelehrten und der Schriftsteller jenen
Zeit-