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seine Schriften , die theils einzeln, theils zusammen her,aus kommen, besonders aber seine Briefe, die mit einemlebhaften, muntern Geiste geschrieben sind, und von sei,nem großen Genie ein unlaugbares Zeugniß ablegen, ha.ben ihm einen unsterblichen Namen erworben. Sie ent-halten viele Zeugnisse der Wahrheit in sich, haben sehrfreie Stellen, und sind in vieler Rücksicht schäzbar undnüzlich, denn sie widerlegen viele widrige Grundsaze deSrömischen Hofs, deren sich derselbe wider andere Chur.und Fürsten bediente, und sie durch verschiedene Schleich-wege in seine Schlinge zu bringen suchte. Allein, da-mals dachte er nichts wenigers, als daß er Pabst werdenwürde, mithin sagte er selbst nachher ohne Scheu; yuoä/leireus 8zstviu8 xrobavit, kius leeunäus äamnu-vit, und dieß hatte er auch durch seine an die Universi-tät Köln 146z gerichtete Nulla retrLÄgtiomnn, die einlistiges Stück Arbeit ist, vollkommen bewiesen, worinner alles, was er zu Basel wider Pabst Eugen IV unddie Vorrechte des römischen Stuhls behauptet und ge-schrieben hatte, verwarf. Diese Bulle, und die grausa-men Mißhandlungen gegen den Erzbischvf Diether vonMainz und dessen gewaltsame und unrechtmäßige Ent-setzung von seiner erzbischöslichen Würde, haben seinenvorher bewiesenen Charakter gebrandmarkt, und ihn aufkeiner vvrtheilhaften Seite dargestellt. Wer von derGeschichte des leztern näher unterrichtet seyn will, demempfehle ich das Werk'gen mit Aufmerksamkeit zu lesen':
Diether von Jfenburg/ Erzbischvf und Kurfürstzu Mainz, eine Geschichte aus dem fünfzehntenJahrhundert, i Band (Mainz 1739. 8 .^ wo die
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