j Streit über die Gnade rc. 29
s! Das Urtheil, welches die Folge dieser!> Unterredungen seyn sollte , wurde noch einmalrj. aufgeschoben, weil die Vertheidiger des Mo«
:! lina dem Papste vorstellten, daß sie noch neuejx Schriften vorzubringen^ hätten, und daßsie, wenn seine Heiligkeit zu befehlen geruhen^ möchten, daß man sie bey neuen UnterredungD gen mittheilen börste, zwischen beyden Partheyenst vielleicht einen Weg der Vereinigung einschla»
/' gen könnten. Dieser Vorschlag gefiel ClemensZ Vllk; erwünschte aufrichtig, daß man einMittel ausfindig machen möchte, die streitende^ Partheyen zu vereinigen, und ließ sich alleVorschlage gefallen, welche dazu zu führenH schienen. Man nahm also die UnterredungenL und Streite sowohl mündlich als schriftlich ^^ wider vor. Dieses war das Viertem«!, daßE! man auf die nämlichen Gegenstände wiederk zurückkam. Indessen wurden vvm 2 z sten Iän.
« bis den z i Iul. 1601 noch Z7 Versammr« lungen gehalten. Aber die Vertheidiger desU Molina mochten sich so viele Hilfe ver«k schaffen, als sie wollten; obschon sie neue Un«
D tersnchungen erhielten; das System ihres Mit«
V bruders unter verschiedenen Gestallten vorstelleL ten ; es mäßigten; seine Sätze auslegeten ; ver«i ehrungswürdige Authorttäten anführten; dieVäker, und so^ir den heiligen Augustin an«zogen: so fiel 'die Untersuchung doch nirmalj zu ihrem Vortheile aus, und die Mehrheit der^ Stimmen waren beständig wider sie.
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