Streitigkeiten wegen demBuche rc. 69
nicht weniger fähiges Vorurtheil, dir Gemü» rvn?ther wider dieses Werk einzunehmen , und die« 3 abrbunb.ses war um so starker, als es der Schrift»
^ steiler seinen Gegnern selbst an die Hand gab.
^ Er behauptet auch in der That in einem Vor?
> bereüungsbuche, welches aus vielen Kapitelnbesteht, und dem Theile seiner dogmatischenAbhandlung zur Einleitung dienet, wenn mandie Sachen aufmerksam betrachtet, zwo Sachen,worüber man sich wundern muß, daß er dieWichtigkeit davon nicht eingesehen hat: i.Daßdie Däcer und Lehrer, welche dem heiligenSlugustin vorgegangen sind, und besonders vonden Zeiten des Origenes , die Wahrheiten , wel»che der Gegenstand seines Werkes sind, nichtwohl gekannt, und übel ausgeleget haben;daß selbst der heilige Augustin, von ihremAnsehen fortgeschleppet, lange Zeit falscheGrundsätze über diese damal mit einem dickenSchleyer bedekte Materien gehabt habe, unddaß er nur durch eine ausdrückliche Offen»bahrung aufgeklärt, und fähig gemacht wor-den sey, sein Jahrhundert, und die nach-kommenden Alter zu belehren. 2. Daß seit500 Jahren diese nämlichen Wahrheiten indie Finsternisse und Vergessenheit gefallen wa-ren; daß alle Hirten, alle Theologen seinerZeit die Iußftapsen davon verloren hätten;daß seinerseits in dem Werke, welches er un-ternommen hatte, sein Endzweck war ,. sie ausdiesen tiefen Finsternissen herauszuziehen, sieE z wie-