Band 
Neunter Theil.
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Geschichte des -Luietismus / rc. 191

Vertheidiget wurde, hatte ihre Stiftung ein- XVIIgeweyhet, als sie das Siegel ihres Bey--^^""^falles daraufgedrücket hat: sie lebten untereiner einförmigen Regel. Der Eigensinn undeigene Willen waren ihre Führer nicht; derGehorsam war ein Zaum, der sie beherrschte,der den Ausschweifungen vorkam, oder sieunterdrückte, und die getreue Ausübung derRegel unter den Augen der Gemeinde, warein bestimmter Punkt, ein gemeines Ziel,über welches hinaus zu gehen , ihnen nicht er-laubet war. Nebst diesem hatten sie Obere,und mit verschiedenen Stufen der Gewalt be»kleidete Oberhäupter, um sie zu regieren , zuunterrichten, ihre Talente zu bilden, und dieAnwendung davon zu bestimmen, ihre Schritteauf den Wegen der Vollkommenheit zu leiten,und sie zur Pflicht zurückzuführen, wann siedavon entferneten. Es hatte also in diesenverchrungswürdigen Gesellschaften der Geist derOrdnung allenthalben den Vorsitz, ordnetealles an, wachte über den ganzen Leib undüber alle Glieder, und erlaubte nicht, daß sichetwas Fremdes oder Unreines in die Gesetze,die er festgesetzet, noch in die Grundsätze derevangelischen Sittenlehre, welche der Grunddavon waren, mischete.

Es war aber nicht also bey Vergesell-schaftungen , welche nur zufälliger Weise durchden Geist der Sonderlichkeit, zu welchem sich

der