2v8
Xl Abschnitt
XVN W'NN Molinos diesen Beweggrund gehabt hat/Jadrhund- jst xg eln Zug der Gleichheit, den er mitallen Häuptern der Parrheyen gehabt hat-die ihm vorgegangen sind. Die nämlichenEigenschaften, welche ihn in Spanien cm«p,ehlungs,vurdig gemacht haben, brachten ihmzu Rom den nämlichen Ruhm zuwegen. Mankam haufenweise, sich seiner Führung zuüberlassen; man hörte ihn gern von göttlichenDmgen sprechen; man gieng von ihm vollvon der Achtung für seine Tugend, voll vonder Bewunderung für seine Einsichten, undvon der lebhaftesten Begierde aufgemuntertunter seiner Führung den Weg der Vollkvm«menheir zu betreiten. Er hatte in kurzerZerr einen Theil von den vornehmsten Leutenin Nvm sowohl in Ansehung ihrer Geburt,als ihrer Würden zu Freunden und Beschü-tzern. Als Molinos zu dieser hohen Stufeder Achtung gekommen war, begnügie er sichnicht allein seine Lehre durch Rarhg>ben undErmahnungen beyzubringen, sondern um sel-ber einen schnellern und leichtern Lauf zu ver«schaffen, verfaßte er sie in der spanischenSprache in einem Werke, welches siel» geistli-cher Führer betitelte. So bald di.ies Bucherschien, wurde es wegen des Ruhmes, wel-chen der Urheber davon genoß, mit grossenLobsprüch n aufgei ommen. Die Freunde,die Anhänaer des olinos, jene, welche un-ter seiner Führung waren, sogar jene, wel-che,