Geschichte des Quietifmus, rc. 225
keil diele Schriften; er machte Auszüge davon,welchen er seine Anmerkungen an Stellen ^'beyfügte, die ihm nicht klar und verbessert ge-nug zu seyn schienen; und indessen betrachteteer die Frau von Guion, die sich frevwtlttg mdas Kloster der Heimsuchung zu Meaux ver-schlossen hatte, sehr genau; er besuchte sieoft, er schrieb und empsieng von ihr Briefe:mit einem Worte, er that alles, was ihmsein Eifer und seine Klugheit eingaben, umdie Gesinnungen , und die Lebensart dieser Frauin Rücksicht des beschaulichen Lebens , welchessie ihre ganze Lebenszeit hindurch ausgeübet hat,aus dem Grunde zu erkennen. Wahrend derganzen Dauer dieser Untersuchung gab die Frauvon Guyvn dem Hrn Bossuer in ihrem Um-gänge , und in ihren Briefen Merkmale desVertrauens, der Bescheidenheit und Gelerig»keit, welche ein augenscheinlicher B-weis vonder Rechtschaffcnheir ihres Herzens, und desaufrichtigen Verlangens waren, daß sie vondenjenigen aufgekläret werden wollte, die siegleichsam für ihre Meister in der Ordnung desGlaubens hielt.
Der Schritt, welchen sie gethan hatte,baß sie Cvmmiffarien begehrte, fand bey demKönige und der Frau von Mainrenon Verfall.
Seine Majestät hatte sie ernennet; es warendiese Hr Bossuet, Hr von Noatlles Bischofvon Eyalons an der Marne, nachmals Erz-P di.