Band 
Neunter Theil.
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Geschichte des Luietismus, rc. 247

nichts für s-inen Freund thun. Genöthiget xviiihn in der Stille zu beklagen erwartete er ru- ^adrbund'hig die Zeit, wo er Hoffete der ganzen Weltseine Achtung, und fein Zutrauen für ei-nen Weisen zeigen zu können , der ihn gelehrethat mit Gerechtigkeit und Wohlthun zu re-gieren.

Der H. von Fenelon, dessen Endzweckgewesen war, die Lehre der Mystiker getreunach den verehrungswürdigsten Schriftstellernauszulegen, glaubte diese Absicht in seinemBuche erfüllet zu haben. Der H. Boffuetaber fand hingegen, daß dieser Prälat, daer die Grundsätze der Heiligen über das inner-liche Leben auslegen wollte, sich auf «ine Artausgedrücket hatte, welche die Blendungenund Ausschweifungen der Astergeiftmänner be-sänftigten. Es entstund also zwischen diesenzweenen grossen Männern ein Federkrieg, derwegen des Antheiles, den der Hof darannahm, ganz Frankreich aufmerksam machte.

Beyde Gegner behaupteten in diesem Streiteden schon bey ihnen bekannten Karakwr. H.

Bossuet ließ einen starken und standhaften Ei-fer sehen, der keine Freundschaft schonet, undder niemal zu scharf zu seyn fürchtet, wennes auf den Nutzen des Glaubens ankömmt.

Die Schriften, welche er in dem Laufe diesesStreites bekannt machte, sind von einer drin-genden Vernunftlehre, und von einer Bered-Q 4 sam-