248 Xl Abschnitt
XVII samkeit, die dem Gegenstände angemessen ist.
Iabchund in seinen theologischen Grundsätzen undin seiner Moral angegriffene H. von Fenelonv rtheidigte sich zwar nicht mit so starkenWaffen, aber sie waren in Ansehung der Gc«schicbllchkcit , mit welcher er sie zu brauchenwußte, nicht weniger furchtbar. Alles, waser zum Besten der reinen und uneigennützigenLiebe geschrieben hat, arhmer Uneigennützig-kett und Liebe. Ungeachtet die Materie ansich trocken ist, so bewundert man doch da-rinn diese Lieblichkeit, diese rührende Reise,welche den Schriftsteller liebenswürdig ma-chen , diese wohllautende leichte, reicheSchreibart, die alles verschönert, und diesenüberzeugenden Ton, dem man weniger alsden stärkesten Beweisgründen widersteht. Aberalle diese von beyden Seiten an das Lichtgebrachte Werke, statt daß sie die Meynun-gen vereinigen, die Gemüther näher hättenbringen sollen, dienten nur, wie es gemei-niglich geschieht, ein neues Gewölk zu erhe-ben , und die Schwierigkeiten zu verstärken,welche sich beyde Gegner wechselweise entge-gen setzten.
In diestm Zustande der Sachen glaubteder H. von Fenelon nichts besser zu senn, alsbem heiligen Stuhle die Entscheidung eincSStreikes zu überlassen, der ohnehin der Kir-che nur allzu schädlich gewesen war, indem