Band 
Neunter Theil.
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250 XI Abschnitt

also zwar, daß fünf haben wollten, daß manJahrvurr Buch censuriren sollte, und fünf glaub-ten, daß seine Lehre rechtgläubig wäre. Dieersten hatten sogar auch noch verschiedene Mey-nungen, indem einige aus ihnen Säge zulies-sen, welche die andern verwarfen. Der Papst,welcher durch diese Theilung einsah, wie sehrdie Materie, wovon man handelte, an sichselbst mit ihrer Verbindung anderer nichtminder spitzfindiger Fragen heicklich war, er-nannte eine Versammlung von Kardinälen,nm alles noch einmal zu übersehen, was dieBerarhschläger in der ersten Untersuchung ge-than hatten. Diese Versammlung hielt LiUnterredungen, und entschied nichts. DerPapst stellte eine andere an, welche aus denaufgeklärtesten Männern des heiligen Kolle-giums bestund. Sie versammelte sich zweyund fünfstgmal, um die bannmäßigen Sätzezusammen zu ziehen , und zu untersuchen. Alsdieser Punkt geendet war, hielt man noch zc>Unterredungen, um die Form der Censur ein-zurichten: alles dieses dauerte iZ Monathe.So viele Langsamkeit mießfiel dem französischenHofe, der den Schluß dieser Sache lebhaftbetrieb. Man beschuldigte den Herrn von Fe-«clon, daß er sie durch seine listige Streicheaufhielte, er, den sein Karaktev und seineGrundsätze zum ungeschicktesten Menschenmachten, eine solche Rolle zu spielen. Manwollte nicht einsehen, daß diese Langsamkeit

der