Band 
Neunter Theil.
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L84 xir Abschnitt

nius dieses Jahres gieng sie in das für sie zur'bereitere Haus mit zween tugendhaften Jung-fern, welchen Gort das nämliche Vorhabeneingeflösset halle. Als sie alle drey den Schlcyergenommen harren, so gab ihnen der heiligeBischof die Regeln, welche er für sie aufge-setzet hatte. Diese Regeln waren voll Weis«heil und Sanftmuth, die wenig Strcngheitenvorschrieben, welche aber abzielten, durch gerwisse Mittel die Sinne abzutödten, die Lei-denschaften in ihrer Quelle zu vertilgen, dasHer; von den sinnlichen Gegenständen abzuzie-hen, den innerlichen Menschen zu bilden, undalle seine Gedanken, alle Neigungen der Seelezu Gott zu wenden. Nach geendigtem Prüfungs-fahre legte die Frau von Chantal mit ihrenMitgesellinnen ihre Gelübde ab. Paul V bil-ligte die Verordnungen des neuen Ordens imJahre 1618, erhob ihn zu einen förmli-chen geistlichen Orden, und bewilligte selbemeben die Freyheiten, wie andern Versamm-lungen.

Dieses war der Anfang des berühmtenOrden, wovon der heilige Franz von Sales,und die heilige Johanna Franziska von Chan-tal die Stifter gewesen sind; ein Orden, derseit seinem Anfange niemal aufgehöret hat,den guten Geruch Jesu Christi in der Kircheauszubreiten, der nach mehr als anderthalb-hundert Jahren annoch den Geist der Fröm-

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