Berühmte Leute in Ansehung rc. 283
darauf die Frucht davon. Obschon es in der xvllKirche sehr viele geistliche Häuser gab, wo die ^ahthund.Personen des weiblichen Geschlechtes Freystärrewider die Gefahren der Welt fanden, so gabes doch keine für die W trwen, welche überdie Jakre der Jugend hinaus waren, und fürPersonen von einer zärtlichen Leibcsbeschaffen-heil, welche die Gebräuche strenger Regelnnicht aushallen können. Der heilige Bllcbofvon Genf hatte dieses schon lange bemerket,und sein Eifer für daS Seelenheil harre dieBegierde in sein Herz gesetzer, eine Versamm-lung zu stiften, so, wie erste für dergleichen Leuteim Sinne hatte. Er glaubte, daß die Frauvon Ehantal dazu schicklich wäre, um ihn indiesem frommen Vorhaben zu unterstützen; ergab ihr davon Nachricht, und er hatte denTrost, zu sehen, daß sie aus der ganzen Volleeines Herzens, welches nur Gott zu gefallensuchet, damit es sich dem Nächsten nützlichMache, die Hand dazu both. Die Frau vonCbantal harre nunmehr keinen andern Gedan-ken, keine andere Begierde, als dem heiligenPrälaten mitzuhelfen, der ihr Führer in derStiftung des neuen Ordens war. Man kann nchtaufsprechen, was es anfänglich ihrem Herzengekostet hat, um die Bande zu brechen, wel-che sie an ihre Familie hefteten; aber ihrMuth, ihr standhafter Entschluß überstiegalle Schwierigkeiten. Sie begab sich imJahre 1610 nach Anneci, und den 6ten Ju-
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