Berühmte Leute in Ansehung rc. 329
schmacke zum Vergnügen gebohren war, so xvnüberließ er sich den Leidenschaften , welche Leuten Jahthtinkvon seinem Range und Charaktere auf eine gewisseArt entgegen gehen. Er machte wechselweiseBekanntschaften, welche die Welt vorzieht,welche aber wider die Sittenlehre des Evan-geliums, und noch mehr gegen die Heiligkeitdes von ihm ergriffenen Standes stritten.
In Mitte dieses lustigen und beständigzerstreuten Lebens empfand der Abt vonRance Unruhen und Gewissensbisse, welcheseine Ruhe störeten. Einige Zufalle, inwelchen er Gefahr lief das Leben zu verlie-ren , und wo er nur durch einen fühlbarengöttlichen Schutz gerettet wurde, veranlaffetenihn, von Zeit zu Zeit Betrachtungen überden Zustand seines Gewissens anzustellen, wel-che bey ihm weit starker und wirksamer alsjemal wurden. Da nun diese Eindrücke devGnade alle Tage dringender wurden, und sichdie Unruhen seines Herzens nicht stillen konn-ten, weil er zu gleicher Zeit, da er sichwegen seinen Bekanntschaften schämte, befürch-tete , sie abbrechen zu müssen, so zog evviele in Ansehung ihrer Einsichten empfeh-lungswürdige Prälaten zu Rathe, was evthun müßte, um sein Heil zu versichern, unddie Unordnungen seines vergangenen Lebenszu verbessern. Die meisten riethen ihm, denklösterlichen Stand zu ergreifen; aber dießU Z war