Band 
Neunter Theil.
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Zustand der Wissenschaften rc. Z47

Wir wollen hier nicht von unzähligenandern sprechet, welche auf der nämlichenLaufbahne mit Glänze erschienen, und wovonviele zu den Würden der Kirche durch ei-nen Fürsten erhoben worden sind, devein billiger Schätzer des Verdienstes ge-wesen ist.

Diese grosse Veränderung, welche denZustand der Wissenschaften und der Künste beyallen Nationen Europäns verändert hat, istdie weilschichtigste Epoche in der Geschichtedes menschlichen Verstandes. Man hat stehauptsächlich dem unsterblichen Descarles,dem Erneuerer der wahren Philosophie undaller davon abhängigen Kenntnisse zu ver-danken. Er hat sein ganzes Leben hindurchgearbeitet, den Menschen ihre alten Irrthü-mer zu benehmen, ihnen den Weg, der zuvWahrheit führet, zu zeigen, selbst in den ent-ferntesten Fächern von jenem, welches devHauptgegenstand seines Nachdenkens gewesenist, und die Vernunft von den Hindernissenzn befreyen, welche die Gewalt der Mey-nung und der Gewohnheit ihr verursachethatten. Er schuff die Kunst der Beurthei-lung für die Heutigen, wie ste Sokratesfür die alten geschaffen hatte. Durch dieStärke seines Genies setzte er steh überalle Vorurtheile hinaus, welche nur al-lein in Ansehung ihres Alterthumes vereh«

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