Geistliche Schriftsteller/ z§e
«vo er die Theologie lehrte, und das Ami ei- XVI!«es Oberaufsehers in dem Semtnario über-2»hrb«ich«ahm. Er versah diese zwey Aemter mit ebenso vieler Klugheit als Fähigkeit. Er erhieltdie Würde eines Probstes in der St. Peters»kirche, und vereinigte jene eines Kanzlers vonder hohen Schule damit. Durch seine Sorg-falt und sein Beyspiel wurde diese Schule >ehvblühend; er erweckte darinn die Nachetferrng,die Liebe zur Arbeit, und die Hochschätzunggründlicher Kenntnisse. Sein Leben war ein»sam und arbeitsam. Die Werke, welche wirvon ihm haben, sind die Frucht davon gewe-sen. Drey davon gemessen besonders, seitdem sie zu uns gekommen sind, eine bilichverdiente Hochschätzung. Das erste ist einvortrefiicher Commentar über die Briefe desheiligen Apostel Paulus, und über den größtenTheil der katholischen Episteln; das zweyteist eine Sammlung von Anmerkungen und ge-lehrten Noten über die schweresten Stellen derheiligen Schrift; das dritte ist ein wmschich-tiger Commentar über die vier Bücher desPetrus Lombardus (Nazillri lemamiurvin)welches eine ganze Theologie umfasset. Tiefedrey Werke sind, ein jedes in seinem Fachevollkommen. Man sindt darinn allenthalben«tuen klugen, richtigen Geist, einen Freunddes wahren, der seine Sache ergründet, undsich davon Meister gemacht hat. Mit ihnenkann man alle Bücher entbehren, welche über
die-