Geistliche Schriftsteller. 369
Heinerichs III bedecket waren. Nicher setztesich wider eine so gefährliche Unternehmungmit der ganzen Hitze seines Eifers. Bey die-ser Gelegenheit geschah es, daß er die beru«fene Abhandlung von der geistlichen und weltsliehen Macht verfertigte. Diese Abhandlungwar nur für den besondern Unterricht desNi«kolaus von Verdun , ersten Parlaments - Prässidenzen von Paris gemacht, welcher, weil erin dergleichen Materien wenig bewandert war,von dem Nicher einen kurzen und gründlichenAufsatz begehret hatte, in welchem die wahrenGrundsätze klar, und auf eine solche Artvorgeleget werben sollten, damit sie ihm inder Sache, welcher die Feinde der öffentlichenRuhe die Geburt gegeben hatten, auf eineschickliche Art zu einer Regel dienen konnsLen. Sie enthalt ig Artikel, welche durchdie Ordnung der Ideen genau mit einanderverbunden sind, also zwar, daß ein jederSatz den darauf kommenden beyführet, undalle miteinander eine Folge von Grundsätzenund Zugaben ( axioma L corollarlum ) gestal»ten , wovon die Kette nicht so leicht zu brechenist. Die Hauptgrundsatze von diesem Werkesind: r. Daß die Auctorität der Kirche purgeistlich sey, und nichts zwangbares habe.2. Daß sie dem ganzen Körper zugehöre,welche sie äußerlich durch ibre Diener aussübet. z. Daß die Dolle dieser Auoloritätin den allgemeinen Äirchenversammlungen, wels