unter der Regierung Ludwigs xnr. 79
Heinrich IV. sogt der Herr le Laboureur, zog ihn manchmal wegen seiner Un,--
wißenheit auf , aber er bewunderte seine gesunde Vernunft; und wann dieser 1615.Fürst von den großen Anschlägen redete , die er gefaßt hatte, um alle Machte von ^Europa in einer Art von Gleichgewicht zu erhalten, so pflegte er zu sagen , daß ihmalles gelingen könnte durch Hülfe eines Connetable, der nickt schreiben könnte,und eines Kanzlers, der kein Latein verstünde. Dieses ist die Meynung, die er vondem Kanzler, von Sillcri hatte.
Der Connetable Heinrich von Montmorenci verheyrathete sich dreymal. Erzeugte nicht mehr, als zwo Töchter, mit Antonette de la Mark, seiner ersten Gv.mahlin. Die zweyte, mit Nahmen Louise von Büdos, brachte ihm einen Sohn und«ine Tochter zur Welt.
Die dritte hieß Laurentia von Clcrmont-Montoison, mit welcher er elneHey«rath schloß, bey welcher verschiedene nothwendige Formalitäten aus der Acht gelaßenwurden. Man mußte sie noch einmal miteinander vermählen, und der Connetable,welcher keine Neigung mehr gegen sie hakte, wollte aus der mangelhaften Beschzf.fenheit seiner Hcyrath Bortheil ziehen, um dieselbe völlig zu trennen. Er schrieb deßwegenan den Pabst: Allein, da seine Gemahlin sich der Trennung ihrerHeyrath widersetzte, so wil.ligte er darein, sie zum zweytenmal mit den nothwendigen Erlaßungen und Formalitätenzu heyrarhen. Kurz darauf trennete er sich von ihr aus Mißvergnügen oder aus ei«nem GewißenSzweifel und schickte sie auf das Schloß von Villiers . le» Bel. Erbekam keine Kinder von dieser Gemahlin, welche Ehrcndame der Königin Annavon Oesterreich wurde, und ihren Gemahl lang überlebte, denn sie starb erst imJahre 1654.
Der Connetable hielt mit vieler Genauigkeit und so gar mit vieler Strenge überder Beobachtung der Kriegszucht: Er hatte den Vorsatz, seinem Vater, Annas vonMontmorenci, in allem nachzuahmen.
Franz von Bourbon , Prinz von Conti, starb den dreyzehnden August, im Tod desPriiijciiJahr 1614. in der Abtey von Saint Germain , des « Pres , wo er begraben von Conti,wurde.
Er war der zweyte Sohn Ludwigs von Bourbon, Prinzen- von Condce,der in dem Treffen bey Jarnac geködet ward, und Eleonorens von Roye, seiner er.sten Gemahlin. Er wurde gebohren zu la Fertee sous Jouarre, den neunzchndenAugust, 1558. Im Jahr 1582. heyrathete er Johanna von Cäme, Frau vonLücee und von Bonnestable in Anjou, mit welcher er keine Kinder zeuget« r'Siestarb im Jahr 1601. und vier Jahre hernach schritte er zur zweyten Ehe und vermahl«te sich mit Louise Margarethe» von Lothringen, Schwester des Herzogs von Guise, wel«che ihm nur eine Tochter brachte, die in ihrer zartesten Kindheit starb. Man giebt vor,daß, nach seinem Tode, diese Prinzeßin sich in geheim mit dem Herrn von Baßompierredurch eine Gewißensheyrath verband.
Die Königin Margaretha, deren Begebenheiten bekannt genug sind, starb zu Her KöniginParis , den sieben und zwanzigsten März , 1615. in einem Alter von drey und Margaretha.sechzig Jahren.
Als der Prinz von Condee, der Herzog von Bouillon und die andern mißver«gnügten Prinzen und Herren sahen, daß es ihnen nicht gelungen war, die Berath.
schlagungen
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