Band 
Siebendes Jahr 1743.
Entstehung
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Vorrede.

dieses nicht anders, als vor einen Wink des Herrn haltenkonnte, machte keine Schwierigkeit, diesem willig nach zu ge,hen, und trat deswegen mit Bewilligung seiner Eltern imJahr 1700. die Reise dahin an.

Dieser junge Anfänger war kaum etliche Wochen in demHause des Herrn Wermuths gewesen, und hatte eine etwasförmlichere, als seine von selbst erlernete Art gesehen, so fander sich im Stande, einen Kopf zu bilden, der wenigstens sei-nes angegebenen Lehrmeisters Arbeit gleichkam. Dieses er-wekte ihm bey berührtem Herrn Wermuth ein besonders Zu-trauen, und bald brachte unserm Lernenden feine Geschicklich-keit, Emsigkeit und Treue, statt einer Belohnung, zuwege,daß er mit Geschäften überhäufet, und demselben das meh-reste, was nur von Wichtigkeit in Stahl zu graben , odersauber aus zu prägen war, überlassen wurde. Alles dieseswar nicht vermögend , ihn in Verdruß zu setzen, vielmehrmachte es selbigem einen Muth; und wenn ihm die Tagenicht zureichend waren , borgte er den Nächten ihre Stun-den ab. Seine Einsicht in die Dinge, welche zum Medail-lenwesen gehören, verursachte, daß er bald entdekte, wir einwesentlicher Theil der Kunst fehlste, wenn man nicht vorerstModelle zu verfertigen wüste, nach welchen die Tiefung inStahl geschehen könnte. Der Herr Wermuth, welcher beyfeinem Lehrherrn keine Gelegenheit gefunden, sich hierin zuüben, hatte folglich auch nicht die Gewohnheit, sich dersel,den zu bedienen ; und wenn dem jungen Koch nicht etwanehedem ein Falsches Wachsportratt zu Gesichte gekommen,so zweifle ich daran, ob er vor seinem Anfange jemahls eineinziges gesehen habe. Werkzeuge, welche hierzu nöthig wa-ren, muste er sich selber erdenken, die, wie leicht zu erachten,der Griechischen Meister ihren gleich gewesen seyn werden,als sie ihre Künste nur erst von den Egyptiern entlehnet hat-ten. Er nahm ferner ein ganz unbereitetes Wachs, weil erdie Zubereitung desselben noch nicht kannte, und auf einer

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