Vorrede.
so sehr den Beyfall Jhro Majestät des Königs, daß Aller,höchst derselbe glaubte, in ihm einen andern Falz wieder auf-leben zu sehen. Dieser grose König, der vor sehr vielen Für,sten zum Voraus hatte, daß er gründlich einsähe, wie alleindurch Gelehrte, durch Künstler, und aufewrgem Metalle dieunglaubliche Grösse seiner herrlichen Pracht könnte auf dieNachwelt fortgeleitet werden, bemühete sich auch unsernKoch, dem sich kurz zuvor versagtem Gotha, zu entziehen;und aus dieser Absicht befahl er, daß selbigem seine Gnadeund Dienste angetragen würden. Unser Künstler konnte sichaber nicht entschliefen, die Versprechung, welche er dem Durch,lauchtigstem Herzoge zu Gotha gegeben, zu entkräften, undschlug um deswillen die vortheilhaftesten Bedingungen aus.Ohnerachtet aber dieses geschehen, so lies doch der König ,welcher in Beförderung der Künste und Wissenschaften kaumseines gleichen hatte, dem Herrn Koch, aus eigener Aller-höchsten Bewegnis, eine beträchtliche Summe zu feiner vor,habenden Reise anbieten, welche ihm auch würklich ausge,zahlet worden. Nachdem er nun noch, vor deren Antretung,eine Gedächknismünze aufdie glückliche Vermählung des Kö-nigs in Preuftn, mit der Meklenburgsschen Prinzessin, So-phie Luise, und die Erbvereinigung beyder Hohen Häuser ver,fertiget hatte, begab er sich noch in eben diesem i7o8ten Jah,re, mit vielen Empfehlungsschreiben begleitet, auf seine vor-aesezts Reise nach Holland und Engelland. Ich übergehedie Zufälle, welche Reisenden gemein sind, ich schweige vonder, ihm aller Orts, bezeigten Gunst der Kenner trefflicherKünstler, unter welchen in Holland besonders der ungemei-ne Herr von Wilde, den Vorzug verdienet, und gedenke nur,daß der ausnehmend aufgewekte Herr Srosch sein vertrau-ter Reisegefährte gewesen. Dieser legte auch eben dazumalden Grund zu dem Gebäude seiner nachgehends gezeigten gro-ßen Wissenschaften, durch welche er sich mit Recht den Titulerworben, daß er m Rom eine Zierde der Deutschen, und ein
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