Band 
Siebendes Jahr 1743.
Entstehung
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L. 174;. r.LVscHe. n

grösten Theil Europas. insonderheit aber hielt er sich geraume Zeit inFrankreich auf, da er auch Kriegsdienste that, und als Rittmeister stund.Nicht weniger bekleidete er hierauf nach seiner Rückkunft zu Haus ver-schiedene ckLi-Zeri: durch welche er immer fort stieg, biß er 1665. CronGros Marschal, 1666. aber Gros Feldherr, ward: da er denn, so wolgegen die Türken als Tartarn und Cosaqven, viele vortreffliche Thatenverrichtete. So wenig er sich anfangs für einen Cron Candidaten aus-gab ; so sehr zähleten ihn gar bald andere darunter : und wurden PielePrinzen und hohe Personen, sich sonderbar zu bewerben, abgeschrecket:weil sie wegen seiner die Mühe vergeblich erachteten. Es kam auch da-her, daß die Polen sich gewaltig beklageten, wie niemand wäre welcher et-was wolle aufwenden, und sich die Hofnung zur Crone Geld kosten las-sen: sintemal sich verschiedene Höfe gar wol der gewaltigen Summen,so sie bey der vorigen Wahl ohne Frucht aufgeopfert, erinnerten, mit-hin jezt viel langsamer daran kamen, auch der noch in frischem Angeden-ken stehende Verdruß, damal nicht reulllret zu haben, ein gleiches fürchtenwachere, und die Begierde zu dem Polnischen Thron gewaltig minderte.Doch gieng es , wie leicht zu erachten, nicht ganz leer ab , und will ichmich auch dermal der vorigen merkoöe bedienen, daß ich nemlich die Be-mühungen der Höfe erzähle, bey denen die vornemsten Candidaten ohnehinvorkommen werden.

Von dem Päbstlichen Hof ist nichts specielles zu gedenken. Vondem Kaiserlichen befand sich abermal der Grafvon Schaffgotsch als Ge-länder anwesend, welcher bey dem öffentlichen Antrag auch in Aencrsli-bus blieb, und nur überhaubts das incereüe des Hauses Oestreich, nebstden Wünschen der Königin, daß dieselbe durch den neuen König auch miteinem neuen Gemahl versorget werden möchte, recommenäirte. Obnun schon allzu bekantwar, daß dieser Wunsch beyder Königin einigund allein, bey dem Kaiser aber haubtsachlich, auf den Herzog von Lo-thringen zielete; so xorcirete doch der letzere selbigen niemal öffentlich:hingegen geschah solches um so viel mehr von der verwittibten Kaiserin,und sollen dem 8obieski selbst, im Fall er etwas fruchtbarliches ausrich-ten würde, 20000. Rthl. offcriret worden seyn. Daneben glaubet man,daß der Kaiserliche Hof, wenigstens auf eine Zeit, dem Dänischen Prin-zen, der auch die Konigin heprathen sollen, geneigt gewesen: von dem er aberhernach abgesetzet, als selbiger nicht alsbald zum Voraus in die Verän-derung der Religion gewilligek. Dem Fürsten von Siebenbürgen exclu-riirte der Kaiser, so viel an ihm war, gänzlich, und am allermeisten war erdermal dem Haus Neuburg conrrmi-e: weil nemlich Frankreich selbiges,

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