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und nachmalige Churfürst, Philipp Wilhelm verlanget« nunmehr dieCrone nicht mehr für sich. Dieser Erb Prinz, ob er schon erst 14. Jah-re alt war, solle sich ebenfals mit der verwittibten Königin vermählen,und offerirte auch der Churfürst von Brandenburg, wenn er oder seinHr. Vater obrmiren würde, 10000. Mann zum Dienst der Crone Po-len zu stellen. Er kam aber bey den Polen in so schlechte conliNersrion.daß sie anfangs auf dem Landtag feiner gar nicht gedachten, und als mannachgehends mit mehrerm Ernst von ihm redete; geschahen so grose For-derungen, daß sie der Gesande für unmöglich hielt, und wenigstens nichtauf sich nehmen wolte: ob er schon sonst eben dasjenige wie bey der vori-gen Wahl, und viele grose Vortheile, otkei-ireke. Jedoch der Französi-sche Gesande merket« selbst, daß dieses alles umsonst wäre: daher er end-lich , um bey den schon pr^umriven neuen König auch einen Danck zuverdienen, und andere gehässige Candidaten desto gewisser zu exckuäiren,der Pattey des äobieski beyfiel, und dieser also das völlige Gewicht gab.
Der Czaar sollicairere auch wiederum für seinen jungem vdermit-lern Prinzen, nicht aber, wie es ins gemein heiset, Veit jüngsten: denn die-ser war damal der auch nun schon lebende nachmalige grose Czaar Pe-trus i. der mitlere aber der auch bekante nachmalige Czaar lv»n, von 14.Jahren. Man arbeueke aber auf dieser Seite ebenfals nicht so heftig: eswurde nicht mehr so gros, und gleichsam drohend, gethan, nochdieVer-fprechuugen allzu verschwenderisch ausgeschüttet: gleichwol waren sie denvorigen nicht ungleich , und die Vermahlung mitderKömginkamjezt auchdazu. Jedoch weil der Czaar sahe , daß er für feinen Prinzen wenig esse-üuiren würde; so wünschte er nur einen Plasten, und ostbrirete in solchemFall drey Millionen: an deren erfolgtem Abtrag ich aber zweifle.
Insonderheit furchte sichder Czaar für dem König in Schweden, daßselbiger, nach dem Exempel Sigismunäl. die Religion ändern, und, alsnoch leedig, sich mit der verwittibten Königin vermählen dürste- Der Kö-nig mochte wol am wenigsten daran gedenken, und bestrebetesich hingegenden Russischen, und am allermeisten den Dänischen Prinzen, auch denHerzog von Lothringen, zu excluäiren: welches alles sich aus den dama-ligen Zeiten erkläret.
Der König von Danemark bemuhete sich für seinen Bruder, denPrinzen Georg, nachmaligen Gemahl der Königin Anna in Engeöand:weswegen Sestädt jedoch wegen derSchweden mcoAmro,nachWarfchangieng. Es erbot sich selbiger zu drey Millionen, und 6000. Mann eavsk-lerie, auch solche ein halb Jahr zu unterhalten. Wegen der Religionrnachcten sich die Polen auch gute, und mehrere Hofnung als beyBran-
B r denburg.