Band 
Siebendes Jahr 1743.
Entstehung
JPEG-Download
 

-4. »74;. r.Woche.

rf

der Gros Canzler, gaben so viel nach, daß der Chur Prinz gleichwol beyseiner Religion verbleiben möchte, wenn er solche nur nicht öffentlich, son-dern allein in seinem Palast, exercirere. Gleichwie aber dieses den wenig-sten gefiel; also äuserte sich imGegenkheit umso vielmehr vonTagzuTag,daß der Chur Prinz gar nicht über zu wetten gesonnen wäre. Übrigenswar Hoverbeck wiederum Brandenburgjscher Gesünder, und hatte dieoben gedachte inlkruQion eine Unparteilichkeit zu beobachten. Gegen ei-nen Französischen Prinzen arbeitete er allerdings: dem Dänischen aberwar er nicht conrrsire. Dem Herzog von Lvthrirgen, und Prinzenvon Neuburg, wurde die recommenösrion zugesaget, auch gehalten-je-doch dergestalt, daß man es, zumal am End, da man sahe wo die Sachehinauslief, mitdcm^yvieski durchaus nicht verdarb.

Der benachbarte Fürst von Siebenbürgen KUcKäLI 4 bsK war fürsich selbst ein eifriger Candidat, hatte aber schlechten Anhang: obschonseine osterren vortrefflich lauteten: denn er versprach so gar die Vereini-gung seines Fürftentummes mit der Crone Polen, nach Art ^elloEmit Litthauen , ferner isvoo. Mann, Puffendorf fetzet vollends zoc>Oo.wieder die Pforte, und ix. Millionen an Geld. Allein die allzu grosenVerheißungen erwccketen ein Mißtrauen: einige glaubeten,daß es ihm da-mit kein Ernst seye: andere, daß er mehr zusage als er leisten könne: zu ge-schweige», daß der Kaiser gewaltig darwiederexcipirete.

Außer diesen Candidaten, welche bißher gemeldet worden,brachte mannoch mehrere auf die Bahn. Des alten Herzoges von Neuburg willnicht mehr gedenken: unter den übrigen kam der Graf Ibomss von Liois-löns. älterer Bruder des grosen Prinzen Lugenii, in conkclersrion. Erwar i8. Jahre alt, mithin zur Vermählung mit der verwittibten Köni-gin geschickt, und wurde, um die den Franzosen conrrsire Parteyen nichtmit dem Namen zu ostencliren, als ein Prinz von Savvjen recommenäi-ret- Unterdessen lsvorilirete dieCrone Frankreich seinerprowocion, underböte er sich zu sooo. Mann infsnrerie, und zwey Millionen Geld. Fer-ner fanden sich Befanden der Herzoge von Mvdcna und Parma ein- Manzweifelte nicht,daß sie ebenfals die commiMon hätten für ihre Principalenzu sZiren: dochlirnuIirtensienurcomplimenrenandieKepublique, nem-lich eine conöolenr wegen des Königlichen Absterbens, und eine grsrulsttoawegen des Sieges bey Lborim. ^ Weil sie auch sehen mochten, wie we-nig in der Haubtsache zu thun wäre; so blieben sie, wenigstens äußerlich,dabey: ausgenommen was von dem Modenesisthen Gcsanden erzähletwird, daß er für 500000. Goldguldcn Wechselbriefe prociuciret habe.Der vuc äe VenZorme gab sich auch, unter Französischem Lsveur, zu ei-nem