Band 
Siebendes Jahr 1743.
Entstehung
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wenig erholet hatte, lies der Kaiser den avgeicyntktenen Fuö zu sich aufdas Bett bringen, und, nachdem er ihn wol betrachtet, fragete er die um-stehenden: was für ein Umerschied zwischen einem Kaiser und ei-nem Bauern seye: als aber diese mit Srillschweigm antworteten; fuhrer fort: ein gesunder Bauer hac es bester denn ein kranker Aarser.So denn besserte es sich täglich, daß man auch Hofnung hatte den Kai-ser völlig wieder her zu stellen: welches vermuthlich geschehen wäre,wennnicht ein ganz anderer Zufall ihn aus der Welt gerissen hätte.

Es brach endlich xisrise Himmelfarth ein, welchen Tag er jederzeitmit besonderer veuersrücm und Fasten begieng : wie er denn daher auchdiesesmal den ganzen Tag nichts , am allerwenigsten aber eine warmeSpeise , zu sich genommen hatte. Des Abends hingegen kam der sppe-ric, insonderheit ein Lust zu Melonen, deren er acht zu sich nahm, und,nach seiner fast völligen »bstmenr und Enthaltung von Wein, nichts alsWasser darauf trank. Hiedurch erregere er sich gewaltigen Magen-schmerzen , bekam den Durchlauf oder die rothe Ruhr, und verlohr diebey so hohem Alter ohnehin noch wenige übrige natürliche Wärme völlig:welche auch nicht wieder hergestellet werden kunte. Es fände sich dem-nach gar bald nach dem gedachten Genuß der Melonen eine tödlicheSchwachheit ein: in welcher er vier Tage verharrete, die Sacramentader Catholischen Kirche empfieng , am Tag Sebaldi aber, als den 19.ä.uZ. mittags seinen Geist zu Linz aufgab, woselbst er ncmlich, seine lez-ten Lebensjahre, wegen der Wiener öftern Widersetzlichkeit, sich fürbeständig aufgehalten.

Der Kaiserliche Leichnam wurde hierauf leeiret, und , nachheraus-genommenem Eingeweid, gewöhnlicher Massen balsamier, so denn aberin Kaiserlichen Habit gekleidet, und in einem grosen Zimmer in einenSessel gesetzet, und also einige Zeit allen Menschen gezeiget. Dieses be-sorgete, nebst andern Kimistns, vornemlich Graf Haug von Werden-berg: denn der Römische König k^ximlliLimz war zu Jnspruck, begabsich jedoch bald nach Wien, und machete dk Verordnung, daß das Ein-geweid zwar gleich zu Linz begraben , der Corper aber, nebst dem abge-nommenen Fus- nach Wien gebrachtwerden solte: wie denn auch der To-desfall allen Höfen, in und auser Teutschland, und Reichsständen, be-richtet , und selbige den exequien bey zu wohnen invirixet worden. DieAbführung der Leiche nach Wien selbst erfolgete so denn mit der gröstenmLAlwücenr: und der Empfang allda war nicht geringer: sintemal ihrfast die ganze Stadt entgegen gieng.

Inzwischen wurde selbige auf einer Baar, mit güldenen Tüchern

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